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Einmal Transatlantik ohne Komfort und Kühlschrank bitte

transatlantik segeltörn teamocean60Transatlantik Fieber
Nach fast zweimonatiger Verspätung ist es jetzt endlich soweit. Wir holen die Roaring Forty nach Hause, und ich schreibe „wir“, denn ich komme mit. Doublehand auf einer Class 40 über den Atlantik. Als Transatlantik-Novizin mache ich mir natürlich meine Gedanken und versuche mich bestmöglich vorzubereiten. Mit theoretischem Wissen aber vor allem mental … Aber wie bereite ich mich auf einem Segeltörn auf einer Class 40 vor, die bis auf 4 Rohrkojen „inside empty“ ist und damit jeglichen Komfort vermissen lässt? Ein wenig Nervosität gepaart mit leichter Verpeiltheit steigt auf – ich fühle mich wie Bridget Jones geht segeln. 
 
Transatlantik Segeltörn – Route & Wetter
Transatlantik-NordatlantikAm meisten zu schaffen macht mir die Route. Der Segeltörn wird leider nichts mit der Barfußroute zu tun haben, sondern es geht in die unangenehmere Richtung von Brasilien nach Nord-Ost. Dummerweise kommt von daher genau der Wind. Jedenfalls zum größten Teil, denn unser Ausgangshafen befindet sich 07°02,00’ südlich des Äquators und somit werden wir am Anfang der Rücküberführung den Südostpassat erwischen, wobei wir vom Äquatorialstrom, oder eher von der Oberflächenströming, nach Westen versetzt werden. Viel weiter nördlich des Äquators können Segler vom Nordatlantikstrom profitieren, aber für uns ist er zu weit nördlich. Ein Transatlantiktörn aus der Karibik nach Europa wäre wesentlich angenehmer. Ich muss jedenfalls überwiegend mit Hoch-am-Wind-Kursen rechnen, um so viel wie möglich Ost vorzuhalten.
 
Packliste – Was kommt in meinen Seesack?
transatlantik-sonnenuntergang-nordatlantikAuch darüber zerbreche ich mir den Kopf. Eigentlich habe ich ja Ölzeug, aber vor allem die Jacke ist schon etwas älter. Wir haben einen Überlebensanzug, bzw. Trockenanzug an Bord, vielleicht sollte ich mir noch einen zulegen? Zwischenlayer habe ich auch, aber irgendwann sind die auch feucht und an Bord trocknen die Sachen nie … hmmm. Also brauche ich noch mehr zum Wechseln. Die Wunschliste für neue Segelklamotten wächst täglich, aber brauche ich das nachher noch alles? Ich liebäugele nämlich schon länger mit einem Musto MPX Drysmock zum J70 segeln, finde ihn aber unpraktisch, wenn ich jetzt mal schnell an Deck springen muss. Zum Glück habe ich die Jungs von Segelbekleidung-mieten.de kennengelernt, dort könnte ich mir die Musto MPX-Segelbekleidung für wenig Geld ausleihen. Ein Musto BR2 Ölzeugsatz kostet 84€ pro Woche. Musto BR1 sogar nur 63€, ist aber eher für Küstensegeln geeignet.
Also: eine wasserdichte Segeltasche mit 
  • Ölzeug in 2-facher Ausführung plus zusätzlicher Segeljacke,
  • Fleece Jumpsuit (oder Fleece Hose & Fleece Pullover),
  • 2 Paar Seestiefel, meine altbewährten aus Nubukleder von Niemeyer und die GoreTex von Musto,
  • 1 Paar Bootsschuhe,
  • diverse Mützen, Cappy, Schals und Handschuhe,
  • meine Spinlock Deckvest.
Eine weiche Reisetasche mit
  • Zwischenlayer in 4-facher Ausführung,
  • Funktionsunterwäsche, Socken,
  • Freizeitkleidung,
  • Flip Flops und Turnschuhe,
  • persönliche Hygieneartikel,
  • Handtücher …
Die Zwischenlayer, Funktionsunterwäsche und Handtücher werde ich alle in wasserdichte Packbeutel von z.B. Ortlieb verstauen, um die Sachen vor Kondenswasser zu schützen.
 
Der Countdown läuft – jetzt habe ich nur noch 13 Tage bis zum Abflug und ich muss mir noch eine Lebensmittelliste überlegen. Nicht einfach als Vegetarierin Trockennahrung zu finden. Vielleicht habt Ihr Erfahrung oder Tipps, die Ihr mir mitteilen wollt? Dann schreibt Eure Kommentare auf hier Facebook. Ich bin für jeden Tipp dankbar :-)!
 
Fortsetzung folgt!
 
Mirjam
 
 

Bald geht´s weiter mit Roaring Forty und Jan – Segeln zum Azorenhoch!

Ein weiterer Schritt in der Planung steht:

In der zweiten Februarwoche geht es über Fernando de Noronha wieder zurück in den Norden. Die erste Strecke zu den Azoren wird double handed zurückgelegt und wird je nach Wetterlage erst einmal mehr oder weniger weiter nach Westen verlaufen, bis spätestens auf 30°N Horta anvisiert wird. 

Segeln zum Azorenhoch

Wir werden mit der Roaring Forty in März auf den Azoren bleiben und Day Sailing anbieten. Wer immer schon mal die Azoren kennen lernen wollte, hat jetzt zusätzlich noch die Gelegenheit Jan und Roaring Forty kennenzulernen. Die Flüge nach Horta sind gar nicht teuer (flytap.com) und wann kommt man mal wieder in so ein exotisches Segelrevier? Inmitten des Atlantiks gelegen verfügen die Azoren über ein subtropisches Klima. Im Januar und Februar ist es mit durchschnittlich 16,6 Grad am kühlsten und die Wassertemperatur sinkt nie unter 17°C. Das mittlere Temperaturmaximum in März liegt bei 16,8°C und das mittlere Temperaturminimum bei 12°C. Unendlich viele Sonnenstunden gibt es hier nicht, da oft eine Wolkendecke über den Inseln liegt, aber die Küste muss atemberaubend sein und es gibt Wale Whalewatching .

Day Sailing buchen könnt Ihr hier.


Flyer Segeltörns Roaring Forty März bis Mai 2017 (24 Downloads)

Tagestörns von Horta - WhalewatchingWhalewatching vor den Azoren

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Über das große Aus und Gedanken zur Rücküberführung

Aufgabe - Jan HamesterAufgabe

Er hat sich das sicher anders vorgestellt, aber aus medizinischen Gründen musste Jan Hamester mit der Roaring Forty nun doch einen Hafen anlaufen. Damit ist der Versuch, nonstop um die Welt zu segeln leider gescheitert. Vor der Insel Fernando de Noronha hatte Jan einige Tage geankert, um das Bein zu schonen, und wollte danach wieder Fahrt aufnehmen. Nachdem die Entzündung und die Schwellung am Bein durch die Behandlung mit Antibiotika zurückgegangen waren, setzte Jan am 5. Januar sein Abenteuer wieder fort. Er wollte es langsam angehen lassen und in Küstennähe bleiben. Für den Fall, dass das Bein doch wieder Probleme machen sollte. Es folgten 1,5 Segeltage unter starken Schmerzen. Dazu kamen neue Probleme mit losen Mittelwanten und die Erkenntnis, so nicht mal in den Mast klettern zu können. Schließlich fiel die Entscheidung Joao Pessoa anzulaufen und aufzugeben.

Gedanken zur Rücküberführung

Jetzt liegt die Roaring Forty am Fluss Rio Paraiba in der Marina Jacaré Village. Jan wurde letzten Montag ambulant operiert und versucht sich in der Anlage zu entspannen. Zum Glück haben wir mit der Marina einen ruhigen Rückzugsort gefunden, wo er zwei Tage die Bar von Nicholas rot geblutet hat, wie Nicole Buchmann in ihrem Reiseblog schrieb. Die ganze Geschichte findet ihr in der Yacht online

roaring-forty-jacare-brasilienangeln-thun-roaring-forty

Nach der Enttäuschung sind wir aber jetzt soweit, über die Rücküberführung nachzudenken. Es gibt zwei Möglichkeiten, und Ihr könnt mit! Schreibt uns bei Interesse einfach eine Mail.

1. Langsame Variante mit Karibik 
Start Marina Jacaré Village – Fernando de Noronha – mit dem Guyanastrom an der Nordbrasilianischen Küste nach Norden in die Karibik (Stops in Fortaleza und Sao Luis möglich) – Tobago – diverse Karibikinseln – Bermudas – Azoren.

2. Schnelle Variante über Azoren nach Frankreich 
(als Besenwagen der letzten Vendée Globe Jungs :-)) Start Marina Jacaré Village – Fernando de Noronha – Azoren (Horta, ca. 2.500nm) – A Coruna – Brest.

 

Update Sonntag, 15. Januar 2017
Sieht aus, als ob die schnelle Variante das Rennen macht. Ernsthafte Anfragen für die lange Strecke bis zu den Azoren liegen vor, hier gibt es nur eine Warteliste.

 

Atlantik Strömungen

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Die Saison startete mit einer Überführung von Bilbao nach Bremerhaven

Die Saison startete mit einer Überführung von Bilbao nach Bremerhaven

So holten wir uns im März den Sommer: runter fliegen nach Bilbao, Boot unter angenehmen Temperaturen segelklar machen und mit der Sonne im Gepäck los segeln. Das Boot ist eine Beneteau Oceanis und steht übrigens unter blue-yachting.de zum Verkauf.

Jan vor der Oceanis in Bilbao
Starthafen der Überführung von Bilbao nach Bremerhaven

Das Datenblatt des Bootes findet Ihr unter http://www.boatnet.de/data/datenblatt_yacht_makler.php?objekt_id=16203993&lang=de

 

Bilbao-Bremerhaven
Gesamtstrecke Bilbao-Bremerhaven

 

Bilbao-Brest
Erste Teilstrecke Bilbao-Brest