Roaring Forty

Brasilien – Azoren: Roaring Forty rollin´ home

News von Roaring Forty

Roaring Forty Ansteuerung Azoren

Mit fast dreimonatiger Verspätung, bedingt durch die Entzündung und OP an Jan´s Bein, liegt die Roaring Forty jetzt in Horta auf den Azoren. Bald geht´s weiter nach Frankreich. Ab sofort gibt es von dort Törns zum vergünstigten Preis!

Kalmen und Flauten auf dem Atlantik

Wir hatten mit ihr eine einmalig schöne Reise, die durch Flautenzonen südlich der Azoren etwas länger dauerte. Insgesamt war der Törn aber durchaus angenehm. Da es für mich der erste Transatlantik-Törn war, bin ich über die Schwachwind-Veranstaltung (wie Jan sagt) gar nicht traurig. Am Ende haben wir für rund 3.000 nm genau 3 Wochen gebraucht und sind damit in unserem Zeitplan geblieben. Ich habe einen Reisebericht mit Tips geschrieben, den ich zu gegebener Zeit veröffentlichen werde, uns schließe hier mal mit einigen visuellen Impressionen ab. Den Tracker könnt Ihr Euch auf https://my.yb.tl/roaringfortyaroundtheworld/4756/ ansehen.

 

 

 Malereien-Mole-HortaRoaring Forty in der Marina Horta Ansteuerung Marina Horta auf Faial, Nachbarinsel Pico Porto-Pim-Bay

 

 

 

Transatlantik-Segeltörn – letzte Vorbereitungen

transatlantik segeltörn teamocean60

Roaring Forty UrlaubsmodusRoaring Forty Heck BewuchsVöllig unbeeindruckt von den Ereignissen der letzten Monate streckt sie uns ihren breiten Hintern entgegen. Entspannt liegt sie da, unsere Roaring Forty. Und sieht gar nicht mal so schlecht aus. 
Wir hatten mit einem viel stärkeren Bewuchs gerechnet und mit kaputtem Tauwerk. Aber wir haben Glück –  das Wetter spielt auch hier verrückt und die Regenzeit hat viel früher angefangen. Der Himmel ist relativ oft wolkenverhangen und das ganze Schiff wird häufig von Regenschauern gewaschen. 

 

Bordleben in den Tropen

Fischer auf Rio ParaibaInnen sieht es dann schon anders aus. Man sollte in den Tropen auf Blech und Aluminiumdosen verzichten. Funktioniert nicht. Alles gammelt extrem schnell vor sich hin und ich entsorge fleißig. Das nächste Mal investiere ich mächtig in Tupperware. Nach Urlaub sieht es hier erst einmal nicht aus. Alles was innen gestaut ist, kommt nach draußen und wird aussortiert, oder abgewaschen und wieder einsortiert. Die Wände und Böden müssen gewaschen und, für mein Wohlgefühl, desinfiziert werden. Ich scheine überhaupt von Jan´s Infektion traumatisiert zu sein und hantiere mit antibakteriellen Feuchtigkeitstüchern und Sprays wie nie zuvor. Dazu kommt, dass sich die Mücken schon nach einigen Stunden auf mich gestürzt haben und ich mindestens 30 Mückenstiche zähle, die mich in den Wahnsinn jucken. Jetzt bloß nicht kratzen!

 

Bordapotheke

BordapothekeDas Trauma führt jedenfalls zu einer üppigen Bordapotheke, die ich inzwischen auf 4 Behälter verteilen muss. Für jeden Behälter habe ich den Inhalt akribisch aufgelistet, und wie viel davon. Zu den verschiedenen Schmerzmitteln habe ich Stichpunkte geschrieben, gegen welche Beschwerden sie genommen werden sollen. Antibiotika haben wir ebenfalls reichlich, sogar 2 unterschiedliche. 

 

Gepäck

Wir sind von Hamburg mit fly TAP über Lissabon geflogen, was vom Preis-Leistungsverhältnis vollkommen in Ordnung war. Wir haben es tatsächlich geschafft, uns an den Gepäckregeln zu halten und ich habe nichts vergessen 🙂 DHL hat uns im Stich gelassen und eine Rolle mit Segeltuch für Reparaturen ist abhanden gekommen. Zum zweiten Mal in 5 Jahren verschwindet ein Paket spurlos!
BR2 bei Segelbekleidung-mietenDafür wurde mir ein Paket von Segelbekleidung-mieten.de unverzüglich zugestellt (nicht mit DHL) und jetzt bin ich Offshore-mäßig ausgestattet. Die Jungs machen nicht nur aus e-Commerce-Sicht einen perfekten Job. Der ganze Miet-Vorgang ist super klar erklärt und die Abwicklung gut vorbereitet, so dass der gestresste Kunde überhaupt nicht nachdenken, sondern einfach den Anweisungen befolgen muss. Der Karton mit Klappdeckel ist für den Rückversand mit Klebestreifen und Retoure-Aufkleber vorbereitet.

 

Sicherheitsausrüstung und Bordtechnik

In Januar hatte Jan schon Christoph Lapawa vom TransOcean-Stützpunkt kennengelernt, der uns jetzt freundlicherweise für die Ankunft kalte Bierchen und Kekse besorgt hat. Er wird uns bei diversen technischen Aufgaben helfen und das Segel reparieren. Die Sicherheitsausrüstung, die unter Deck verstaut war, kommt wieder nach oben und ich bin ganz ehrlich: ich lese mir jede Anleitung noch einmal durch und übe notwendige Handgriffe wie ein Segelschüler. Zum Beispiel müssen beim Rettungskragen zuerst der Clip unten und der Treibanker gelöst werden, logisch, aber besser ich kann das mit geschlossenen Augen, denn an Bord ist keiner der mich korrigieren kann. Dann die Rettungsinsel: Habe ich schon mal geübt, aber wie war das noch mal?
Stück für Stück werden wir uns diese Woche noch durch die Bordtechnik und ihren Zustand arbeiten und ich finde 2 Wochen Vorbereitungszeit nun doch knapp. Es ist unmöglich in dieser Hitze wie gewohnt zu arbeiten, wenn das Thermometer um 10 Uhr morgens schon auf 30°C steigt.

 

Das Rigg und das Bein

WantenspannerWie bereits erwähnt liegt die Roaring Forty nicht nur wegen der Entzündung an Jan´s Bein hier in Jacaré, sondern letztendlich wegen eines losen Intermediates. Gleich zwei Tage nach der Ankunft kletterte Jan auf die erste Saling, um sich den Wantenspanner anzusehen und neu anzuziehen. Die Wantenspanner sind die gleichen wie unten in den Püttingen an Deck und die Sicherung gibt uns Rätsel auf. Die untere Kappe scheint zwar die Funktion einer Sicherung zu haben, aber auch wenn sie sich mit der Nut in die Nase des Spanners fixieren lässt, dreht sie sich trotzdem und die Wantenspannung lockert sich. Kann es sein, dass der kleine Gummiring in der Kappe das verhindern sollte und jetzt abgenutzt ist? Wir haben hier nun zu Dritt (mit einem Maschinenbauer) gerätselt, aber dass dieses Want sich gelöst hat, ist für uns technisch nicht nachvollziehbar. Dafür wurde hier Jan´s Bein gerettet und das ist doch auch schon mal was.

Nachher werden wir meinen Geburtstag feiern und mit einem Mietwagen die Umgebung erkunden. Sonntag gehen die Vorbereitungen wieder weiter und die Fortsetzung folgt …

 

Bald geht´s weiter mit Roaring Forty und Jan – Segeln zum Azorenhoch!

Ein weiterer Schritt in der Planung steht:

In der zweiten Februarwoche geht es über Fernando de Noronha wieder zurück in den Norden. Die erste Strecke zu den Azoren wird double handed zurückgelegt und wird je nach Wetterlage erst einmal mehr oder weniger weiter nach Westen verlaufen, bis spätestens auf 30°N Horta anvisiert wird. 

Segeln zum Azorenhoch

Wir werden mit der Roaring Forty in März auf den Azoren bleiben und Day Sailing anbieten. Wer immer schon mal die Azoren kennen lernen wollte, hat jetzt zusätzlich noch die Gelegenheit Jan und Roaring Forty kennenzulernen. Die Flüge nach Horta sind gar nicht teuer (flytap.com) und wann kommt man mal wieder in so ein exotisches Segelrevier? Inmitten des Atlantiks gelegen verfügen die Azoren über ein subtropisches Klima. Im Januar und Februar ist es mit durchschnittlich 16,6 Grad am kühlsten und die Wassertemperatur sinkt nie unter 17°C. Das mittlere Temperaturmaximum in März liegt bei 16,8°C und das mittlere Temperaturminimum bei 12°C. Unendlich viele Sonnenstunden gibt es hier nicht, da oft eine Wolkendecke über den Inseln liegt, aber die Küste muss atemberaubend sein und es gibt Wale Whalewatching .

Day Sailing buchen könnt Ihr hier.


Flyer Segeltörns Roaring Forty März bis Mai 2017 (24 Downloads)

Tagestörns von Horta - WhalewatchingWhalewatching vor den Azoren

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Über das große Aus und Gedanken zur Rücküberführung

Aufgabe - Jan HamesterAufgabe

Er hat sich das sicher anders vorgestellt, aber aus medizinischen Gründen musste Jan Hamester mit der Roaring Forty nun doch einen Hafen anlaufen. Damit ist der Versuch, nonstop um die Welt zu segeln leider gescheitert. Vor der Insel Fernando de Noronha hatte Jan einige Tage geankert, um das Bein zu schonen, und wollte danach wieder Fahrt aufnehmen. Nachdem die Entzündung und die Schwellung am Bein durch die Behandlung mit Antibiotika zurückgegangen waren, setzte Jan am 5. Januar sein Abenteuer wieder fort. Er wollte es langsam angehen lassen und in Küstennähe bleiben. Für den Fall, dass das Bein doch wieder Probleme machen sollte. Es folgten 1,5 Segeltage unter starken Schmerzen. Dazu kamen neue Probleme mit losen Mittelwanten und die Erkenntnis, so nicht mal in den Mast klettern zu können. Schließlich fiel die Entscheidung Joao Pessoa anzulaufen und aufzugeben.

Gedanken zur Rücküberführung

Jetzt liegt die Roaring Forty am Fluss Rio Paraiba in der Marina Jacaré Village. Jan wurde letzten Montag ambulant operiert und versucht sich in der Anlage zu entspannen. Zum Glück haben wir mit der Marina einen ruhigen Rückzugsort gefunden, wo er zwei Tage die Bar von Nicholas rot geblutet hat, wie Nicole Buchmann in ihrem Reiseblog schrieb. Die ganze Geschichte findet ihr in der Yacht online

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Nach der Enttäuschung sind wir aber jetzt soweit, über die Rücküberführung nachzudenken. Es gibt zwei Möglichkeiten, und Ihr könnt mit! Schreibt uns bei Interesse einfach eine Mail.

1. Langsame Variante mit Karibik 
Start Marina Jacaré Village – Fernando de Noronha – mit dem Guyanastrom an der Nordbrasilianischen Küste nach Norden in die Karibik (Stops in Fortaleza und Sao Luis möglich) – Tobago – diverse Karibikinseln – Bermudas – Azoren.

2. Schnelle Variante über Azoren nach Frankreich 
(als Besenwagen der letzten Vendée Globe Jungs :-)) Start Marina Jacaré Village – Fernando de Noronha – Azoren (Horta, ca. 2.500nm) – A Coruna – Brest.

 

Update Sonntag, 15. Januar 2017
Sieht aus, als ob die schnelle Variante das Rennen macht. Ernsthafte Anfragen für die lange Strecke bis zu den Azoren liegen vor, hier gibt es nur eine Warteliste.

 

Atlantik Strömungen

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Weihnachtsgrüße von der südlichen Halbkugel

Zwischenstand aus der Nähe von Fernando de Noronha

Update Solo Weltumseglung mit Jan & Roaring Forty: Nach einem relativ zügigen Schlag von den Kanaren in Richtung Brasilien kam es vor der Inselgruppe Fernando de Noronha zu einer ungeplanten Pause auf See. Ein kleiner Kratzer am linken Bein hatte sich entzündet und der Unterschenkel schwoll auf doppelte Dicke an. Ohne passendes Antibiotika an Bord war die Entzündung nicht in den Griff zu bekommen. Jan setzte verschiedene Male ein “all Ships call” ab, ohne Erfolg. Auf dem Äquator herrschte große Leere. Schließlich gelang es ein entgegenkommendes Schiff unter türkischer Flagge anzufunken. Dank der besonnenen Manöverführung des Kapitäns und seiner freundlichen Besatzung wurde ein Container mit Antibiotika und Verbandsmaterial zu Wasser gelassen. Jan schaffte es den Container an Bord zu angeln. Unsere medizinische Betreuung empfahl die Inselgruppe um Fernando de Noronha anzusteuern, um für alle Fälle in Landnähe und medizinischer Reichweite zu sein. Das Antibiotika hat auf jeden Fall angeschlagen und die Entzündung ist zurückgegangen. Jetzt müssen Unterschenkel und Fuß nur noch eine normale Form annehmen, und dann kann es weiter gehen!

Zielkurs Kanarische Inseln

Roaring Forty Track in den Sturm

Roaring Forty vor Brest

Die Fahrt über die Biskay lief soweit ganz gut, nach 40 Stunden lag La Coruna quer ab. Danach war der Plan schon mal ordentlich “Westen” zu machen. Auf der Höhe von Lissabon kam es aber ganz anders. Wetterwelt empfahl uns den kommenden Tiefs auszuweichen und Kurs nach Osten zu korrigieren. Einen Riesenschlenker, der sich wettertechnisch nicht vermeiden ließ. Der Kurs unter der Küste Marroko´s sollte unter dem letzten Tief verlaufen. Auf dem Wetterbild links sieht man die Situation am Samstag vor El Jadida, wo die Roaring und Jan dann doch noch das Randgebiet vom Tief abbekommen haben. Für die beiden hieß das volle Kreuz gegen SW-Wind, bei über 40kn Windgeschwindigkeit und 7-Meter-Wellen, bei den Jan zum Teil selber steuern musste.
Heute hat zum Glück der Spuk ein Ende und nach dem Aufklaren kann Jan trocknen, essen und entspannen 🙂 Aktuell nimmt er wieder Fahrt auf und die Wettersituation sieht ganz gut aus: Wind aus NW, 10kn, heute Abend auf NNW drehend und schließlich NO, für den perfekten Downwindkurs. Da geht hoffentlich was!

Nach Flaute kommt Sturm

Wetterkarten Atlantik Entwicklung

Es gibt keine Ruhe an Bord der Roaring Forty. Heute Nachmittag blieb das Satellitentelefonat dementsprechend kurz und die Verbindung schlecht. Erholung gibt es demnächst in einer Schwachwindphase und Samstag müssen die beiden zusehen, dass sie zwischen den Kanarischen Inseln sind, denn ein Tief auf der Höhe Gibraltars bringt Böen in 10-11 Bft und 7 Meter hohe Wellen. Infos gibt´s auch auf https://www.facebook.com/WetterWelt.GmbH/posts/1159125940802431

Brest: Ist das Warten auf ein Wetterfenster bald zu Ende?

Während Jan und die Roaring Forty in Brest auf ein geeignetes Wetterfenster warten um die Biskaya zu überqueren, haben die Agentur Videmi und ich die Zeit für Foto- und Filmaufnahmen vor Ort genutzt. Unsere Start und Ziellinie ist wie bei der Jules Verne Trophy die gedachte Linie zwischen dem Leuchtturm Phare du Créac´h auf der französischen Insel Ouessant und demjenigen auf der britischen Halbinsel The Lizard. Wie bei der Trophy müssen das Kap der Guten Hoffnung, Kap Leeuwin und Kap Horn an Backbord gelassen werden.

Das Wetterfenster könnte sich in der 2. Hälfte dieser Woche öffnen und dann geht´s los! Ihr könnt Jan & Roaring auf dem YB-Tracker folgen: https://my.yb.tl/roaringfortyaroundtheworld

 

Videmi filmt Roaring Forty vor Brest Videmi Filmaufnahmen vor der Küste von Brest Videmi onboard Roaring Forty vor Brest 

 

Windfenster für Start Jan Hamester

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