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Weihnachtsgrüße von der südlichen Halbkugel

Zwischenstand aus der Nähe von Fernando de Noronha

Update Solo Weltumseglung mit Jan & Roaring Forty: Nach einem relativ zügigen Schlag von den Kanaren in Richtung Brasilien kam es vor der Inselgruppe Fernando de Noronha zu einer ungeplanten Pause auf See. Ein kleiner Kratzer am linken Bein hatte sich entzündet und der Unterschenkel schwoll auf doppelte Dicke an. Ohne passendes Antibiotika an Bord war die Entzündung nicht in den Griff zu bekommen. Jan setzte verschiedene Male ein “all Ships call” ab, ohne Erfolg. Auf dem Äquator herrschte große Leere. Schließlich gelang es ein entgegenkommendes Schiff unter türkischer Flagge anzufunken. Dank der besonnenen Manöverführung des Kapitäns und seiner freundlichen Besatzung wurde ein Container mit Antibiotika und Verbandsmaterial zu Wasser gelassen. Jan schaffte es den Container an Bord zu angeln. Unsere medizinische Betreuung empfahl die Inselgruppe um Fernando de Noronha anzusteuern, um für alle Fälle in Landnähe und medizinischer Reichweite zu sein. Das Antibiotika hat auf jeden Fall angeschlagen und die Entzündung ist zurückgegangen. Jetzt müssen Unterschenkel und Fuß nur noch eine normale Form annehmen, und dann kann es weiter gehen!

Zielkurs Kanarische Inseln

Roaring Forty Track in den Sturm

Roaring Forty vor Brest

Die Fahrt über die Biskay lief soweit ganz gut, nach 40 Stunden lag La Coruna quer ab. Danach war der Plan schon mal ordentlich “Westen” zu machen. Auf der Höhe von Lissabon kam es aber ganz anders. Wetterwelt empfahl uns den kommenden Tiefs auszuweichen und Kurs nach Osten zu korrigieren. Einen Riesenschlenker, der sich wettertechnisch nicht vermeiden ließ. Der Kurs unter der Küste Marroko´s sollte unter dem letzten Tief verlaufen. Auf dem Wetterbild links sieht man die Situation am Samstag vor El Jadida, wo die Roaring und Jan dann doch noch das Randgebiet vom Tief abbekommen haben. Für die beiden hieß das volle Kreuz gegen SW-Wind, bei über 40kn Windgeschwindigkeit und 7-Meter-Wellen, bei den Jan zum Teil selber steuern musste.
Heute hat zum Glück der Spuk ein Ende und nach dem Aufklaren kann Jan trocknen, essen und entspannen 🙂 Aktuell nimmt er wieder Fahrt auf und die Wettersituation sieht ganz gut aus: Wind aus NW, 10kn, heute Abend auf NNW drehend und schließlich NO, für den perfekten Downwindkurs. Da geht hoffentlich was!

Nach Flaute kommt Sturm

Wetterkarten Atlantik Entwicklung

Es gibt keine Ruhe an Bord der Roaring Forty. Heute Nachmittag blieb das Satellitentelefonat dementsprechend kurz und die Verbindung schlecht. Erholung gibt es demnächst in einer Schwachwindphase und Samstag müssen die beiden zusehen, dass sie zwischen den Kanarischen Inseln sind, denn ein Tief auf der Höhe Gibraltars bringt Böen in 10-11 Bft und 7 Meter hohe Wellen. Infos gibt´s auch auf https://www.facebook.com/WetterWelt.GmbH/posts/1159125940802431

Brest: Ist das Warten auf ein Wetterfenster bald zu Ende?

Während Jan und die Roaring Forty in Brest auf ein geeignetes Wetterfenster warten um die Biskaya zu überqueren, haben die Agentur Videmi und ich die Zeit für Foto- und Filmaufnahmen vor Ort genutzt. Unsere Start und Ziellinie ist wie bei der Jules Verne Trophy die gedachte Linie zwischen dem Leuchtturm Phare du Créac´h auf der französischen Insel Ouessant und demjenigen auf der britischen Halbinsel The Lizard. Wie bei der Trophy müssen das Kap der Guten Hoffnung, Kap Leeuwin und Kap Horn an Backbord gelassen werden.

Das Wetterfenster könnte sich in der 2. Hälfte dieser Woche öffnen und dann geht´s los! Ihr könnt Jan & Roaring auf dem YB-Tracker folgen: https://my.yb.tl/roaringfortyaroundtheworld

 

Videmi filmt Roaring Forty vor Brest Videmi Filmaufnahmen vor der Küste von Brest Videmi onboard Roaring Forty vor Brest 

 

Windfenster für Start Jan Hamester

Farewell Jan Hamester – die Überführung zur Startlinie

Während in der Seglerpresse hanseatische Zurückhaltung bis Skepsis zu spüren war, wurde Jan Hamester auf dem Steg im City Sporthafen Hamburg von Freunden und alten Weggefährten gebührend verabschiedet. Hunderte versammelten sich vor der Roaring Forty und drückten den Einhandsegler bevor dieser 13:02 auslief. Jetzt geht´s so langsam zur imaginären Startlinie zwischen Land´s End und Ouessant bei Brest. Stationen vorher: Glückstadt für die Beladung mit Lebensmitteln – Cuxhaven wegen Interview mit den Cuxhavener Nachrichten – Helgoland, weil Erdmann´s Reise hier endete und wir diese Insel nie auslassen. Danach geht es mit der ersten weiten Strecke bis nach Brest weiter. Ihr könnt Jan über den YB-Tracker https://my.yb.tl/roaringfortyaroundtheworld verfolgen und demnächst auch über einen Blog in der Yacht online.

Farewell Jan Hamester City Sporthafenlebensmittelkisten-roaring-forty240kg-lebensmittel-roaring-forty-kopie

 

 

 

 

 

 

 

 Roaring Forty in Cuxhaven

Rekordhalter Guo Chuan im Pazifik vermisst

logo-guo-chuanWir sind zutiefst bestürzt über die Vermisstmeldung unseres Vorbildes und Class40-Rekordhalters Guo Chuan. Der sympathische Segler hatte in 2013 die Erde in 137 Tagen solo nonstop umsegelt und einen neuen Rekord aufgestellt.
Zu seinem jüngsten Rekordversuch startete Guo Chuan am 18.10.2016 auf seinem Trimaran von San Francisco nach Schanghai. Laut Chinesischer Berichterstattung hatte die Landmannschaft seit dem frühen Morgen des 25. Oktober keinen Kontakt mehr zu Chuan. Die Yacht online hat dazu einen Bericht eingestellt unter http://www.yacht.de/regatta/news/vermisst-im-pazifik-rekordmann-chuan/a110203.html und die Website von Chuan wird von seinem Team aktualisiert http://www.guochuanracing.com/en/news.php. Unser tiefstes Beileid gilt seiner Familie, seinen Freunden und seinem Team.

Unter diesen Umständen ist es für Jan Hamester nicht mehr wichtig den Rekord von Guo Chuan anzufechten. Vielmehr soll er zu seiner Ehre stehen bleiben. Die Solo nonstop Weltumseglung von Jan startet wie geplant in November vor Brest und statt einer Rekordjagd ist und bleibt die Reise sowieso eine Hommage an Wilfried Erdmann und seiner Magischen Route.

Jan Hamester startet solo um die Welt!

Ankündigung in der Yacht Nr. 15Am 30. Oktober startet Jan im Rahmen der Hanseboot als Extremsegler und Ambassador von Clean Ocean Project in Hamburg solo nonstop um die Welt. Eine erste Veröffentlichung zu dem Projekt ist in der aktuellen Ausgabe Nr. 15 der Zeitschrift “Yacht” erschienen. Ein zweiter Bericht erschien im Sailing Journal Nr. 69. Weitere Beiträge in der Yacht online und ein Interview im NDR-Fernsehen werden folgen. Im Downloadbereich findet Ihr die Beiträge als PDF.

Wir suchen noch Kooperationspartner! Das Projekt zeichnet sich extrem durch Sponsoren- und Präsentation-Freundlichkeit aus. Wir werden mit dem Projekt von einer immensen Medienpräsenz begleitet, von der Sponsoren & Kooperationspartner auch profitieren können. Auf Anfrage schicken wir gerne unser Konzept.

 

Der Countdown zur ersten Regatta läuft …

ausbwirde-300pxNun ist es nicht mehr lange hin bis zur Teilnahme an der Nordseewoche und Pantaenius Rund Skagen! Zwischen Coachings und Überführungen bereiten wir unsere Roaring Forty auf den gewerblichen Einsatz und die dazu gehörige Abnahme durch die BG vor. In einigen Wochen werden wir uns in einer neuen Gesellschaftsform mit zugelassenem Schulboot wieder sehen!

Lesetipp mit Bonmot von Jan Hamester aus der “Yacht” online:
http://www.yacht.de/sport/news/die-schnellen-und-die-schoenen/a106181-page2.html

Mit uns könnt Ihr noch schneller (und sicher) segeln!

Roaring Forty im Travellift in Port Hamble

Sonnenuntergang bei Rund SkagenSeit Dezember 2015 haben wir eine Class 40 im Programm. Die Roaring Forty ist ein kompromissloses Regattaschiff, inside empty, perfekt für Gennaker-Trainings, Speedtörns und Regatta-Charter. In Dezember haben wir sie von Port Hamble über Helgoland nach Hamburg überführt. Da wir sie gebraucht gekauft haben, sind wir immer noch mit Testen und Optimierungen beschäftigt. Wir haben an der Nordseewoche und an der Kieler Woche teilgenommen und jetzt steht unsere nächste Investition schon an: ein neues Groß kommt!